Beide Bezirke
Südnassau Rheinhessen



Posaunenchor Breithardt

Wer spielt im Posaunenchor?

Der Posaunenchor Breithardt besteht momentan aus 13 aktiven Bläserinnen und Bläsern.

Wann und wo wird geprobt?

Wir treffen uns regelmäßig jeden Dienstag von 19.00 – 21.00 Uhr in der alten Schule in Hohenstein-Breithardt (Langgasse 43) und proben unter der Leitung von Herrn Matthias Binding.

Wo treten wir auf?

Wir gestalten Gottesdienste musikalisch, spielen an den evangelischen Gemeindefesten. Auch Auftritte zu ökomenischen Anlässen haben einen festen Platz in unserem Terminkalender. Auch zur Weihnachtszeit sind wir aktiv und spielen u. a. auf den Weihnachtsmärkten in Steckenroth und Breithardt.

Welche Instrumente werden gespielt?

Trompete, Flügelhorn, Tenorhorn, Zugposaune und Tuba. Wer im Posaunenchor spielt, kann die Instrumente kostenlos ausleihen.

Welche Musikalische Richtung?

Der Schwerpunkt liegt auf der Kirchenmusik, worunter Choräle, Musik der „Alten Meister“, neue Kirchenlieder und neuzeitliche Bläserkompositionen fallen. Trotzdem sind wir offen für vieles Andere (z.B. Swing, Volkslieder…).

Ansprechpartner

Matthias Binding, Hammerweg 15, 65307 Bad Schwalbach
Tel.: 06124 / 77028, E-Mail: mb@geograph.de

Der Posaunenchor Breithardt im
Jubiläumsjahr 2005
Der Posaunenchor Breithardt im Jubiläumsjahr 2005

Spielmänner Gottes geehrt

Posaunenbläser aus dem Untertaunus erhalten Auszeichnungen

Breithardt, 3. Juli 2005. In Anwesenheit des Propstes für Süd-Nassau, Dr. Sigurd Rink (Wiesbaden), sind am gestrigen Sonntag (3. Juli) neun Mitglieder des Posaunenchores Breithardt (bei Hohenstein) für ihre langjährige Zugehörigkeit zu dem Bläser-Ensemble geehrt worden. Der Chor selbst feierte sein 50jähriges Bestehen. Der Vertreter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Rink sagte in seiner Predigt im Breithardter Gotteshaus, die kirchliche Musik mit Posaunen und Trompeten sei ein Zeichen der Erhabenheit Gottes. Schon Martin Luther habe die Musik nicht als sakrales Beiwerk gesehen, sondern 1530 gesagt: „Ich liebe die Musik, weil sie eine Gabe Gottes ist.” Mit Musik habe der Reformator die Kraft seines Glaubens gestärkt. Als der Posaunenchor vor einem halben Jahrhundert gegründet wurde, habe er in der schwierigen Nachkriegszeit ein Zeichen des Aufbruchs gesetzt und am Weihnachtsfest des Jahres erstmals mit fünf Bläsern vom Kirchturm der Gemeinde herab geblasen.

Die Hohensteiner Pfarrerin Renate Klingelhöfer, die im Gottesdienst die Liturgie gestaltete, hatte zu Beginn die zu den Gottesdienstbesuchern gesagt, mit den Posaunen feierten Christen den Bund Gottes. „Die Feuertaufe war der Dezember 1955”, als die Bläser erstmals öffentlich aufgetreten seien.

Der Landesposaunenwart der EKHN, Johannes Kunkel, nahm dann die Ehrung der Instrumentenbläser vor: Karl Lenz aus Aarbergen-Michelbach wurde für seine 60jährige Mitwirkung, davon 48 Jahre als Dirigent ausgezeichnet. Gemeinsam mit Günter Büttner erhielt er die Fritz Bachmann Medaille des landeskirchlichen Posaunenwerkes. Für 50jähriges musikalisches Mittun überreichte Kunkel die so genannte Kuhlo-Medaille mit der Aufschrift „Ein Spielmann Gottes” an das Gründungsmitglied Wolfgang Ruck und an Eugen Horlacher. Alexander Weinig, Burkhard Rohn, Alfred Stracke und Klaus-Dieter Stracke bekamen für bis zu 40jähriges Posaunenspiel Urkunden oder silberne und goldene Ehrennadeln überreicht.

Im Jahr 1955 hatte der damalige evangelische Pfarrer Walter Gehring der Untertaunusgemeinde 20 junge Männer aus Strinz-Margarethä, Steckenroth und Breithardt zusammengeholt, um einen Posaunenchor zu gründen. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Verhältnisse begann er mit Notenlehre, denn es waren keine Instrumente aufzutreiben. Aber bereits einen Monat später waren nur noch 10 Männer ohne Blasinstrument. Die in der Region ansässige Eisengießerei Passavant, der damalige Kultusminister Henning und die Kreisverwaltung hatten die Bläser mit Beträgen von bis zu 500 Mark unterstützt, was damals ein erhebliches Geld war.

In späteren Jahren trat der kirchliche Chor bei sechs evangelischen Kirchentagen und bei ungezählten kirchlichen Festen auf, international sogar in Frankreich und Österreich. Selbst bei dem örtlichen Katholischen Fronleichnamsfest wirken die „Spielmänner Gottes” bereits 20 Jahre lang mit.

Dr. Roger Töpelmann
Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Süd-Nassau/Wiesbaden