Beide Bezirke
Südnassau Rheinhessen



Posaunenchor Bad Homburg 1908–2008
100-jähriges Posaunenchorjubiläum

Posaunenchor Bad Homburg

Der Ev. Posaunenchor Bad Homburg feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Chorjubiläum mit Konzertabenden und musikalischen Gottesdiensten in verschiedenen Kirchengemeinden Bad Homburgs.

Begonnen haben wir mit einem Festwochenende am 14. und 15. Juni 2008 in der Erlöserkirche.

Evangelischer Posaunenchor Bad Homburg feiert 100. Jubiläum. Unter dem Motto „Alles was Odem hat lobe den Herren - lobet ihn mit dem Schall der Posaune“ feiert der Evangelische Posaunenchor in diesem Jahr sein 100-jähriges Chorjubiläum mit musikalischen Gottesdiensten und Bläserkonzerten in den unterschiedlichen Gemeinden Bad Homburgs.

Eröffnet wurde das Jubiläumsjahr mit einem Festwochenende am 14. und 15. Juni in der Erlöserkirche, wo die Wurzeln des Posaunenchors zu finden sind. Mit einem fantastischen Konzert des Bläserensembles BiHuN und dem Jazz-Trompeter und Solist Jürgen Hahn („BiHuN meets Jay Hahn“) unter Leitung des Landesposaunenwartes Johannes Kunkel gab es ein „Concert in Klezmer, Latin, Swing & Funk“, das man so in der Erlöserkirche noch nicht gehört hat, so Pfarrer Dr. Alexander v. Oettingen. Den Musikern gelang es, mit den vom Jazz-Stil geprägten Kompositionen „Harlem Church Funk“ und „Valse Provencale“ von Jürgen Hahn, das Publikum zu begeistern. In den Kompositionen von Jazz-Größe Thelonius Monk – „Round Midnight“ – und Jürgen Hahns Jazz-Lehrer Richard Roblee – „Tubaduba-Blues“ – zeigten sich die Wurzeln der jazz-orientierten Stücke. Mit „Halleluja“ und „Sammy's Freilach“ (jiddisch für: Fröhlich = fröhlicher Rundtanz), „Hevenu schalom alejchem“ (Wir wünschen euch Frieden) und &ndquo;Mazeltov“ (Viel Glück), zeigte das Ensemble, dass man auch in dieser Instrumentierung Klezmer-Musik mitreißend spielen und singen kann. Mehrfache Zugaben zeigten, dass man sich nur ungern von diesen Musikern verabschieden mochte. Ein attraktiver, anregender und rundum gelungener Abend, der mit einem gemütlichen Beisammensein in der Unterkirche ausklang.

Den Höhepunkt des Jubiläumswochenendes bildete der Festgottesdienst am Sonntag, dem 15 Juni. Der Evangelische Posaunenchor, durch ehemalige und Auswärtige Mitglieder auf 45 Blechbläser verstärkt, hatte mit Choral- und Liedsätzen sowie freien Stücken ein musikalisch-liturgisches Gerüst geschaffen, das ihm erlaubte, alle Möglichkeiten des Chorspielens in den Gottesdienst einzubringen. Wie im Psalm 150 vorgeschlagen, verband sich volltönender Posaunenklang vom Altarraum her mit dem Gesang der großen Festgemeinde zu einem die ganze Kirche füllenden Gotteslob. Pfarrer Alexander von Oettingen ging in seiner Festpredigt auf die unterschiedlichen und durchaus schwierigen Rollen des Posaunenspiels in der Bibel sowie auf die Entstehung des Posaunenchor-Gedankens im 19. Jahrhundert ein und betonte die Generationen verbindende und Gemeinde sammelnde und aufbauende Funktion der Posaunenchöre in der Kirche. Landesposaunenwart Johannes Kunkel erläuterte die Herkunft des Begriffes Posaunenchor, überbrachte die Grüße der Landeskirche und des Posaunenwerkes der EKHN und nahm mit Überreichung einer Urkunde die Ehrung des Chores vor.
Im Anschluss an den Gottesdienst richtete der Ev. Posaunenchor einen Empfang in der Unterkirche aus. Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums findet in der Gedächtniskirche am Samstag, d. 1. November um 18.00 Uhr ein Jubiläumskonzert und in den Gemeinden Gonzenheim und Oberstedten jeweils musikalische Gottesdienste statt.

Dr. Alexander v. Oettingen
Erhard Weber
Fotos: Uwe Lange

Bilder

Klicken Sie einfach auf ein Bild, um zur Großansicht zu gelangen.